Ab dem 19. Juni steht die Opernkönigin der Arena auf der Bühne: Saisondebüt für die „kristallene“ Aida
Sechs Abende mit einer internationalen Besetzung unter der Leitung von Daniel Oren
Als zweiter Operntitel des 103. Festivals erklingt ab dem 19. Juni für sechs Abende Aida, die meistgeliebte und meistaufgeführte Oper in der Geschichte der Arena, in der vollständig von Stefano Poda inszenierten „kristallenen“ Fassung. Lichtspiele, Transparenzen, Laser, Massenszenen und prachtvolle Kostüme prägen eine innovative Inszenierung, die die Ikonografie des Alten Ägypten mit Haute Couture und zeitgenössischer Kunst verbindet. Maestro Oren dirigiert die künstlerischen Ensembles der Fondazione Arena sowie ein internationales Ensemble mit Siri, Eyvazov, Margaine, Enkhbat und Lim. Nach der Premiere folgen weitere Aufführungen am 25. Juni, am 2., 10., 19. und 24. Juli, jeweils um 21.15 Uhr.
Der Tradition entsprechend folgt nach dem Eröffnungstitel – der Neuproduktion von La Traviata – die symbolträchtige Oper des Opernfestivals in der Arena, die seit 1913 untrennbar mit ihm verbunden ist: Aida, Verdis Meisterwerk, in vollkommener Balance zwischen spektakulären Massenszenen und leidenschaftlichem, intimem Drama. Am Freitag, den 19. Juni, kehrt zur ersten von sechs Vorstellungen jene „kristallene“ Produktion zurück, die das 100. Festival eröffnete und die Oper im Amphitheater revolutionierte: geschaffen von dem mehrfach ausgezeichneten Stefano Poda, Regisseur, Bühnenbildner, Kostümbildner, Lichtdesigner und Choreograf.
Lichtspiele, neuartige Transparenzen und innovative Materialien unterstreichen die ursprünglichen Linien der nahezu zweitausend Jahre alten Arena di Verona – als Teil der Geschichte, als Ort des kollektiven Rituals und als wesentliches Element jener Reise, die die Menschheit durch Liebe, Eifersucht, Krieg und Gebet unternimmt. All dies, ohne auf die Ikonografie des Alten Ägypten zu verzichten, die auch in den prachtvollen Kostümen und Details präsent ist, die zugleich Beispiele für Haute Couture und zeitgenössische Kunst darstellen.
Die in der Arena meistaufgeführte Oper Verdis - die Vorstellung am Freitag wird die 778. Aufführung dieses Titels sein – wartet mit renommierten internationalen Interpretinnen und Interpreten auf: In der Titelrolle der äthiopischen Prinzessin, die in Ägypten zur Sklavin wurde, ist an fünf Abenden Maria José Siri zu erleben – Alessandra Di Giorgio übernimmt die Partie am 19. Juli. Ihre Rivalin in der Liebe, Amneris, Tochter des Pharaos, wird von Clémentine Margaine verkörpert, abwechselnd mit Alisa Kolosova am 25. Juni sowie am 2. und 10. Juli. Im Mittelpunkt steht der Feldherr Radames, hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seinem Vaterland und der Liebe zur Tochter des Feindes: Yusif Eyvazov, der bereits als Alfredo in der Eröffnungsoper zu erleben ist, übernimmt die Partie und übergibt sie für den 2. und 10. Juli Gregory Kunde. Die rituelle Dimension von Macht und Religion bildet einen Grundpfeiler von Aida: Der Hohepriester Ramfis wird in den ersten vier Vorstellungen von Simon Lim interpretiert, anschließend von Alexander Vinogradov; der König von Ägypten von Abramo Rosalen. Als Amonasro, König von Äthiopien und Vater Aidas, wechseln sich Amartuvshin Enkhbat – ebenfalls Protagonist der Eröffnungsvorstellung – und Youngjun Park ab. Das Ensemble vervollständigen Carlo Bosi als Bote, alternierend mit Riccardo Rados und Matteo Macchioni, sowie Francesca Maionchi als Priesterin.
Das Orchester der Fondazione Arena und der von Roberto Gabbiani einstudierte Chor werden von Daniel Oren geleitet, der in 38 Spielzeiten auf der Bühne der Arena bereits über 550 Mal am Dirigentenpult stand. Mit auf der Bühne sind außerdem Hunderte von Pantomimen, Statistinnen und Statisten, jüngste Tänzerinnen und Tänzer sowie das von Gaetano Petrosino koordinierte Ballett.