SBühnenbild der Oper Turandot

Turandot

Barrierefreies Programmheft

Giacomo Puccini



Turandot
von Giacomo Puccini


Lyrisches Drama in drei Akten und fünf Bildern

Libretto von
Giuseppe Adami und Renato Simoni

Dies ist das barrierefreie Programmheft für Turandot von Giacomo Puccini.
Es enthält Hörversionen der Texte, Beschreibungen der Bilder und Videos in der Deutschen Gebärdensprache.
Nutzer können die Texte zugunsten der Lesbarkeit nach Belieben vergrößern oder den Kontrast erhöhen.
Bei Betätigung der Schaltfläche „Audiotext“ liest eine männliche Stimme die Texte vor; die Betätigung der Schaltfläche „Audiodeskription“ startet die Bildbeschreibung durch eine weibliche Stimme.
Nach Betätigung der Schaltfläche „DGS“ werden Ihnen Videos in deutscher Gebärdensprache gezeigt.
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Handlung

Video in Deutscher Gebärdensprache: Handlung des ersten Akts

Erster Akt


Ein Mandarin verkündet dem Volk von Peking das Edikt der Prinzessin Turandot: Jeder Prinz, der sie heiraten will, muss drei Rätsel lösen; sollte er jedoch scheitern (wie der letzte Brautwerber aus Persien), wird er enthauptet. Während die Menge auf die neue Hinrichtung wartet, findet Calaf, ein im Exil lebender Prinz, seinen blinden Vater Timur wieder, begleitet von der treuen Sklavin Liù. Als Calaf jedoch Turandot erblickt, verliebt er sich sofort in sie und beschließt, sein Glück ebenfalls zu versuchen. Die drei kaiserlichen Minister (Ping, Pang und Pong) versuchen, ihn davon abzubringen, und Liù (die ihn schon immer geliebt hat) fleht ihn an, sein Leben nicht zu riskieren. Trotz aller Bemühungen und Bitten erweist sich dies als vergeblich: Nachdem er Liù gebeten hat, sich um den alten Timur zu kümmern, schlägt Calaf den Gong, um sich der tödlichen Prüfung zu stellen.

Immagine Atto primo

Erster Akt

Personen im ersten Akt

Prinz Calaf und die drei kaiserlichen Minister Ping, Pang und Pong.

Video in Deutscher Gebärdensprache: Handlung des zweiten Akts

Zweiter Akt


Nachdem Ping, Pang und Pong über die Lage Chinas und Turandots Grausamkeit reflektiert haben, findet die Prüfung in Anwesenheit des Kaisers, des Vaters Turandots, statt. Die Prinzessin erklärt zunächst, dass sie alle Brautwerber hinrichten lässt, um den gewaltsamen Tod einer ihrer Ahnfrauen zu rächen. Anschließend stellt sie die drei Rätsel. Calaf löst sie alle, doch Turandot widersetzt sich der Hochzeit. Der Prinz stellt ihr eine Herausforderung: „Errate meinen Namen vor Tagesanbruch, und du darfst mich hinrichten lassen. Andernfalls wirst du mich heiraten.“

Bühnenausstattung im zweiten Akt

Zweiter Akt

Handlung des dritten Akts

Prinzessin Turandot.

Video in Deutscher Gebärdensprache: Handlung des dritten Akts

Dritter Akt


Während in Peking auf Befehl Turandots die ganze Nacht gewacht wird, wartet Calaf auf den Sonnenaufgang, überzeugt von seinem Sieg. Die Minister nehmen Timur und Liù gefangen. Liù nimmt sich das Leben, um das Geheimnis des Mannes, den sie liebt, nicht preiszugeben. Der Selbstmord der jungen Sklavin erschüttert alle zutiefst, und Calaf stellt sich Turandot. Es gelingt ihm, sie leidenschaftlich zu küssen und ihr eisiges Herz zu schmelzen. Die Prinzessin offenbart ihm, dass sie ihn von Anfang an geliebt hat, und Calaf gibt ihr seinen Namen und überlässt ihr die Entscheidung über sein Schicksal. Nachdem das Volk und der Hofrat versammelt sind, verkündet Turandot, dass der Fremde „Liebe“ heißt. Mit dem Sonnenaufgang herrscht Jubel über das neue Königspaar.

Bühnenausstattung im dritten Akt

Dritter Akt

 



Personen

Die chinesische Prinzessin Turandot [Sopran]
Der Kaiser von China Altoum [Tenor]
Timur, entthronter Tatarenkönig [Bass]
Der unbekannte Prinz (Calaf), sein Sohn [Tenor]
Liù, die junge Sklavin [Sopran]
Ping, Kanzler [Bariton]
Pang, Marschall [Tenor]
Pong, Küchenmeister [Tenor]
Ein Mandarin [Bariton]
Prinz von Persien [Tenor]
Henker

Die kaiserlichen Wachen, die Gehilfen des Henkers, Knaben, Priester, Mandarine, Würdenträger, die acht Weisen, Turandots Zofen, Soldaten, Fahnenträger, Musiker, die Schatten der Toten, die Menge.



Video in Deutscher Gebärdensprache: Regiehinweise

Regiehinweise

Aufgrund ihres exotischen und spektakulären Charakters sowie der monumentalen Chorstücke war Turandot, Puccinis letzte, unvollendete und posthum uraufgeführte Oper, auch das erste seiner Werke, das in der Arena di Verona zur Aufführung kam (1928). Das „China zur Zeit der Märchen“, wie es im Libretto der Veroneser Adami und Simoni heißt und das von Carlo Gozzis Theatermärchen inspiriert ist, wurde von Franco Zeffirelli inszeniert. Es zeigt kein historisches China, sondern ein fiktives Bild, das dem „märchenhaften“ – im Sinne des Wunderbaren – Orient zugeordnet ist. Die Inszenierung prägt sich in der kollektiven Vorstellung ein wie die prächtigen Illustrationen alter Märchenbücher für Kinder. Die von Zeffirelli inszenierte Fassung, die 2010 in der Arena Premiere feierte, besticht auch heute noch durch ihre eindrucksvolle Bildkraft. Besonders eindrücklich ist der Szenenwechsel, der den Auftritt des Kaisers Altoum ankündigt: Aus der Dunkelheit, düster und unheimlich, begrenzt von einem Paravent, hinter dem sich das anonyme, in Lumpen gekleidete Volk bewegt, öffnet sich das Licht eines ganz in Gold gehaltenen Palastes. Die detailreiche Gestaltung und die glänzenden Kostüme, in denen Gold und Silber dominieren, verstärken den magischen Eindruck des Palastes noch. Neben dieser Bildpracht überzeugt die Regiearbeit vor allem durch die Gestaltung der allgegenwärtigsten und zugleich komplexesten Figur des Stücks: des „Volkes von Peking“, jener unberechenbaren Menschenmenge, die von Anfang bis Ende am Schicksal der Protagonisten teilhat und dessen Verlauf sogar mitbestimmt.

Credits

Die Texte und Bilder in diesem barrierefreien Programmheft werden von der Fondazione Arena di Verona bereitgestellt.

Konzeption, Gestaltung, Texterstellung und Bildbeschreibungen:
Elena Di Giovanni, Francesca Raffi (Università degli Studi di Macerata)

Technische Koordination:
aXess - Associazione per l'accessibilità alla cultura

Technische Konzeption, digitale Entwicklung und Umsetzung:
Tadao Agency

Videos in deutscher Gebärdensprache (DGS)
yomma GmbH

Urheberrechtsvermerk

Das vorliegende Dokument und das gesamte darin enthaltene Material sind ausschließliches und vorbehaltenes Eigentum der Fondazione Arena di Verona und/oder ihrer Bevollmächtigten und/oder, wo dies angegeben ist, Dritter. Jede Nutzung unterliegt geltenden nationalen und internationalen Gesetze zum Schutz des geistigen und/oder gewerblichen Eigentums.

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