Fondazione Arena di Verona / Arena Opera Festival / 2026
Aida
Barrierefreies ProgrammheftGiuseppe Verdi
Aida
von Giuseppe Verdi
Oper in vier Akten.
Libretto von
Antonio Ghislanzoni
Dies ist das barrierefreie Programmheft für Aida von Giuseppe Verdi.
Es enthält Hörversionen der Texte, Beschreibungen der Bilder und Videos in der Deutschen Gebärdensprache.
Nutzer können die Texte zugunsten der Lesbarkeit nach Belieben vergrößern oder den Kontrast erhöhen. Bei Betätigung der Schaltfläche „Audiotext“ liest eine männliche Stimme die Texte vor; die Betätigung der Schaltfläche „Audiodeskription“ startet die Bildbeschreibung durch eine weibliche Stimme.
Nach Betätigung der Schaltfläche „DGS“ werden Ihnen Videos in deutscher Gebärdensprache gezeigt.
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Handlung

Erster Akt
In Memphis braut sich ein Krieg zusammen; Ramfis setzt Radamès darüber in Kenntnis, dass die Äthiopier in Begriff sind, Ägypten anzugreifen. Der junge Soldat erhofft sich, zum Heerführer ernannt zu werden und als mutiger Krieger seiner heimlichen Geliebten unter die Augen treten zu können: Aida, eine äthiopische Sklavin, die im Dienste der Pharaonentochter Amneris steht. Doch auch sie ist in Radamès verliebt und erblickt in Aida ihre Nebenbuhlerin. Ein Bote bestätigt den Einmarsch der Äthiopier – an ihrer Spitze König Amonasro, Aidas Vater. Der Pharao verkündet feierlich, das Orakel habe Radamès zum obersten Heerführer auserkoren. Zwei unversöhnliche Gefühlsregungen übermannen Aida: Zwar wünscht sie Radamès den Sieg, sehnt sich aber auch gleichzeitig danach, dass Amonasro über die ägyptischen Truppen siegen möge.
Erster Akt
Zweiter Akt
Amneris stellt Aida auf die Probe, indem sie Freundschaft vorgaukelt und ihr von Radamès’ vermeintlichem Tod berichtet. Angesichts Aidas Verzweiflung zerstreuen sich Amneris’ Zweifel. Sie deckt die List auf: Radamès lebt und sie sei in ihn verliebt. Kurz darauf erreicht der Festzug zu Ehren des siegreichen Radamès Theben und der Pharao willigt ein, Radames’ Wünsch zu erfüllen. Unter den mitgeführten äthiopischen Kriegsgefangenen befindet sich auch Amonasro, der sich als Unteroffizier ausgibt und Milde für die übrigen Geiseln erbittet. Ramfis plädiert für eine strenge Hand, während Radamès um die Freilassung der Gefangenen bittet. Der Pharao findet eine Kompromisslösung: Im Gegenzug für die Freilassung der Geiseln sollen Aida und Amonasro als Unterpfand für den Frieden in Ägypten bleiben. Schließlich wird die Hochzeit zwischen dem siegreichen Heerführer und Amneris verkündet.
Zweiter Akt
Dritter Akt
Amneris befindet sich am Vorabend der Hochzeit zum Beten im Tempel der Isis. Auch Aida gelangt dorthin, wo sie Radamès treffen will. Amonasro holt sie ein. Er plant einen Hinterhalt gegen die ägyptische Armee. Er hat die zarten Gefühle zwischen Aida und Radamès bemerkt und will die Gefühle seiner Tochter ausnutzen, um Rache zu üben. Er verspricht ihr, unter einer Bedingung, die Rückkehr in die Heimat: Sie muss ihren Geliebten dazu bringen, ihr den Weg zu verraten, den die ägyptischen Truppen einschlagen würden. Derart hörig gemacht, überzeugt Aida Radamès, der die Information preisgibt. Amonasro tritt hervor, enthüllt seine wahre Identität und macht damit den Plan zunichte. Amneris tritt aus dem Tempel und ruft „Verrat“. Amonasro stürzt sich auf sie, um sie zu töten, doch Radamès vereitelt dies. Nach Aushändigung seines Schwerts lässt er sich als Verräter gefangen nehmen, während Aida mit dem Vater von dannen zieht.
Dritter Akt
Vierter Akt
In ihrem Stolz gekränkt, schwankt Amneris zwischen Befreiung und Bestrafung des geliebten Radamès. Sie lässt ihn zu sich bringen und bittet ihn eindringlich, sich zu verteidigen; sie würde derweil den Pharao um Gnade für ihn ersuchen. Radamès weigert sich und zieht, da er Aida verloren hat, den Tod vor. Er widersteht Amneris’ Verlockungen, selbst als diese ihm mitteilt, dass Aida am Leben sei und verschont würde, wenn er nur auf die Liebe der Sklavin verzichte. Radamès wird zurück in den Kerker geführt und kurz darauf ergeht das Urteil: Radamès soll lebendig begraben werden. Die Priester versiegeln sein Grab. Dort erwartet ihn bereits Aida, die sich unbemerkt hereingeschlichen hat, um mit dem Geliebten zu sterben. Währenddessen bittet die geschlagene Amneris um Frieden.
Vierter Akt
Personen
Der Pharao [Bass]
Amneris, die Tochter des Pharao [Mezzosopran]
Aida, äthiopische Sklavin [Sopran]
Radamès, ägyptischer Feldherr [Tenor]
Ramfis, Hoheprister [Bass]
Amonasro, König Ähtiopiens und Aidas Vater [Bariton]
Ein Bote [Tenor]
Priesterin [Sopran]
Priester, Priesterinnen, Minister, Hauptmänner, Soldaten, Beamte, Äthiopische Sklaven und Gefangene, Ägyptisches Volk.
Regiehinweise
Diese „Aida“-Inszenierung in der Regie von Franco Zeffirelli wurde 2002 anlässlich der 80. Ausgabe des Arena Opera Festivals erstmals aufgeführt. Das Alte Ägypten erscheint dabei in einer mythischen, fast märchenhaften Dimension, die sich bewusst von der etwas stereotypen Ästhetik großer Historienepen absetzt. Gold steht für Licht und Macht in den Hallen von Memphis. Die majestätischen Fassaden der zentralen Pyramide verwandeln sich durch schnelle und lautlose Szenenwechsel in schattige Dünenhänge im Mondlicht sowie in geheimnisvolle Mauern von Palästen und unzugänglichen Tempeln, aus denen Weihrauchwolken aufsteigen. In diesem Spiel von Licht und Schatten entfalten sich unzählige Farbnuancen: edelsteinartig schimmernde Steine, in die Sphingen eingemeißelt sind, sowie kostbare Seiden und feine Leinen in den Kostümen von Anna Anni. Die Räume verändern sich mit großer Leichtigkeit. Zeffirelli lenkt mit dem gekonnten Einsatz des Lichts den Blick des Publikums von den weitläufigen Chorszenen auf den belebten Plätzen hin zu den intimen Momenten der Monologe, Gebete, Liebesgeständnisse und Kriegsgeheimnisse.
Credits
Die Texte und Bilder in diesem barrierefreien Programmheft werden von der Fondazione Arena di Verona bereitgestellt.
Konzeption, Gestaltung, Texterstellung und Bildbeschreibungen:
Elena Di Giovanni, Francesca Raffi (Università degli Studi di Macerata)
Technische Koordination:
ALI – Accessibilità Lingue Inclusione
Technische Konzeption, digitale Entwicklung und Umsetzung:
Veronica Antinucci und Federica Tarchi
Sprecher:
François Smesny (Audiotext)
Julia Casper (Audiodeskription)
Videos in deutscher Gebärdensprache (DGS):
Stina De Vito
Übersetzer:
Marco Agnetta
Urheberrechtsvermerk
Das vorliegende Dokument und das gesamte darin enthaltene Material sind ausschließliches und vorbehaltenes Eigentum der Fondazione Arena di Verona
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