Bühnenbild der Oper Aida

Aida

Barrierefreies Programmheft

Giuseppe Verdi



Aida
von Giuseppe Verdi


Oper in vier Akten.

Libretto von
Antonio Ghislanzoni

Dies ist das barrierefreie Programmheft für Aida von Giuseppe Verdi.
Es enthält Hörversionen der Texte, Beschreibungen der Bilder und Videos in der Deutschen Gebärdensprache.
Nutzer können die Texte zugunsten der Lesbarkeit nach Belieben vergrößern oder den Kontrast erhöhen. Bei Betätigung der Schaltfläche „Audiotext“ liest eine männliche Stimme die Texte vor; die Betätigung der Schaltfläche „Audiodeskription“ startet die Bildbeschreibung durch eine weibliche Stimme.
Nach Betätigung der Schaltfläche „DGS“ werden Ihnen Videos in deutscher Gebärdensprache gezeigt.
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Handlung

Video in Deutscher Gebärdensprache: Handlung des ersten Akts

Erster Akt


In Memphis braut sich ein Krieg zusammen; Ramfis setzt Radamès darüber in Kenntnis, dass die Äthiopier in Begriff sind, Ägypten anzugreifen. Der junge Soldat erhofft sich, zum Heerführer ernannt zu werden und als mutiger Krieger seiner heimlichen Geliebten unter die Augen treten zu können: Aida, eine äthiopische Sklavin, die im Dienste der Pharaonentochter Amneris steht. Doch auch sie ist in Radamès verliebt und erblickt in Aida ihre Nebenbuhlerin. Ein Bote bestätigt den Einmarsch der Äthiopier – an ihrer Spitze König Amonasro, Aidas Vater. Der Pharao verkündet feierlich, das Orakel habe Radamès zum obersten Heerführer auserkoren. Zwei unversöhnliche Gefühlsregungen übermannen Aida: Zwar wünscht sie Radamès den Sieg, sehnt sich aber auch gleichzeitig danach, dass Amonasro über die ägyptischen Truppen siegen möge.

Bühnenausstattung im ersten Akt

Erster Akt
Ramfis, Radamès, Priester und Priesterinnen.

Personen im ersten Akt

Erster Akt
Aida.

Video in Deutscher Gebärdensprache: Handlung des zweiten Akts

Zweiter Akt


Amneris stellt Aida auf die Probe, indem sie Freundschaft vorgaukelt und ihr von Radamès’ vermeintlichem Tod berichtet. Angesichts Aidas Verzweiflung zerstreuen sich Amneris’ Zweifel. Sie deckt die List auf: Radamès lebt und sie sei in ihn verliebt. Kurz darauf erreicht der Festzug zu Ehren des siegreichen Radamès Theben und der Pharao willigt ein, Radames’ Wünsch zu erfüllen. Unter den mitgeführten äthiopischen Kriegsgefangenen befindet sich auch Amonasro, der sich als Unteroffizier ausgibt und Milde für die übrigen Geiseln erbittet. Ramfis plädiert für eine strenge Hand, während Radamès um die Freilassung der Gefangenen bittet. Der Pharao findet eine Kompromisslösung: Im Gegenzug für die Freilassung der Geiseln sollen Aida und Amonasro als Unterpfand für den Frieden in Ägypten bleiben. Schließlich wird die Hochzeit zwischen dem siegreichen Heerführer und Amneris verkündet.

Bühnenausstattung im zweiten Akt

Zweiter Akt
Tänzer und Tänzerinnen

Personen im zweiten Akt

Zweiter Akt
Aida und Amneris.

Video in Deutscher Gebärdensprache: Handlung des dritten Akts

Dritter Akt


Amneris befindet sich am Vorabend der Hochzeit zum Beten im Tempel der Isis. Auch Aida gelangt dorthin, wo sie Radamès treffen will. Amonasro holt sie ein. Er plant einen Hinterhalt gegen die ägyptische Armee. Er hat die zarten Gefühle zwischen Aida und Radamès bemerkt und will die Gefühle seiner Tochter ausnutzen, um Rache zu üben. Er verspricht ihr, unter einer Bedingung, die Rückkehr in die Heimat: Sie muss ihren Geliebten dazu bringen, ihr den Weg zu verraten, den die ägyptischen Truppen einschlagen würden. Derart hörig gemacht, überzeugt Aida Radamès, der die Information preisgibt. Amonasro tritt hervor, enthüllt seine wahre Identität und macht damit den Plan zunichte. Amneris tritt aus dem Tempel und ruft „Verrat“. Amonasro stürzt sich auf sie, um sie zu töten, doch Radamès vereitelt dies. Nach Aushändigung seines Schwerts lässt er sich als Verräter gefangen nehmen, während Aida mit dem Vater von dannen zieht.

Bühnenausstattung im dritten Akt

Dritter Akt
Tänzer und Tänzerinnen.

Video in Deutscher Gebärdensprache: Handlung des vierter Akts

Vierter Akt


In ihrem Stolz gekränkt, schwankt Amneris zwischen Befreiung und Bestrafung des geliebten Radamès. Sie lässt ihn zu sich bringen und bittet ihn eindringlich, sich zu verteidigen; sie würde derweil den Pharao um Gnade für ihn ersuchen. Radamès weigert sich und zieht, da er Aida verloren hat, den Tod vor. Er widersteht Amneris’ Verlockungen, selbst als diese ihm mitteilt, dass Aida am Leben sei und verschont würde, wenn er nur auf die Liebe der Sklavin verzichte. Radamès wird zurück in den Kerker geführt und kurz darauf ergeht das Urteil: Radamès soll lebendig begraben werden. Die Priester versiegeln sein Grab. Dort erwartet ihn bereits Aida, die sich unbemerkt hereingeschlichen hat, um mit dem Geliebten zu sterben. Währenddessen bittet die geschlagene Amneris um Frieden.

Handlung des vierter Akts

Vierter Akt
Radamès und Aida.

Bühnenausstattung im vierter Akt

Vierter Akt
Aida und Radamès.



Personen

Der Pharao [Bass]
Amneris, die Tochter des Pharao [Mezzosopran]
Aida, äthiopische Sklavin [Sopran]
Radamès, ägyptischer Feldherr [Tenor]
Ramfis, Hoheprister [Bass]
Amonasro, König Ähtiopiens und Aidas Vater [Bariton]
Ein Bote [Tenor]
Priesterin [Sopran]

Priester, Priesterinnen, Minister, Hauptmänner, Soldaten, Beamte, Äthiopische Sklaven und Gefangene, Ägyptisches Volk.



Video in Deutscher Gebärdensprache: Regiehinweise

Regiehinweise

Die Geschichte in Aida ist die einer kriegsgebeutelten Welt, die zwei sich nahestehende Brudervölker in Todfeinde verwandelt. Der Krieg bietet dem ganzen Schauspiel die Folie, vor deren Hintergrund sich am Ende allerdings ein zaghafter Ruf nach Frieden behauptet

Der Regisseur Stefano Poda zeichnet in seiner Aida „einen dantesken Weg nach, der von einem höllischen Ausgangspunkt zum Finale einer göttlichen Vision führt“: Der Beginn der Oper legt eine Vielzahl an Spannungen und Konflikten frei, die einer infernalen Verdammnis gleichkommen; die Geschichte der Protagonisten führt über unterschiedliche Stationen zu einer Befreiung, gewissermaßen zu einem Aufstieg ins Paradis.

Weitere Elemente repräsentieren in der Aida entgegengesetzte Pole. Die Religion wird als Stifterin übergreifender Einheit, zugleich aber auch als Ursprung ungeahnter Gewalt beschrieben. Eros und Thanatos verkörpern entgegengesetztes Streben: der erste zum Leben, der zweite zu Tod und Verwüstung hin.

Die Bühnenausstattung von Opernregisseur Poda spiegelt diese Gegensätzlichkeit wider. Es handelt sich im Grunde um eine große Kunstinstallation, die eine Welt aus Eisen, Silber, Glas und Transparenz erschafft – ein kaltes, aber auch reines, ätherisches und zugleich erbarmungsloses Milieu, das mit seinen LED-Lichtern und Laser sehr technologisch anmutet. Die reflektierende und geneigte Bühne wird von einer Hand aus Metall beherrscht, die ihre Glieder mechanisch bewegen kann. Sie stellt den Menschen mit seiner höchsten Fähigkeit dar: nämlich der zu entscheiden, ob er die ihm gegebenen unendlichen Möglichkeiten für das Gute oder das Schlechte einsetzt. Sie ist von unzähligen kleineren – links von schwarzen, rechts von weißen – Händen umgeben, die auf den Spitzen von Speeren angebracht sind. Sie symbolisieren den Aufbau und die Zerstörung und sie werden zur Durchführung sakraler Gesten, aber auch zur Tötung gebraucht. Hinter der Bühne liegt rechts auf den Rängen eine korinthische Säule in Trümmern, links sind hingegen die Überreste futuristischer Maschinen verteilt. Sie stehen für die tragischen Konsequenzen der Kriege aller Zeiten und des zerstörerischen Einsatzes von technischen Errungenschaften.



Credits

Die Texte und Bilder in diesem barrierefreien Programmheft werden von der Fondazione Arena di Verona bereitgestellt.

Konzeption, Gestaltung, Texterstellung und Bildbeschreibungen:
Elena Di Giovanni, Francesca Raffi (Università degli Studi di Macerata)

Technische Koordination:
ALI – Accessibilità Lingue Inclusione

Technische Konzeption, digitale Entwicklung und Umsetzung:
Veronica Antinucci und Federica Tarchi

Sprecher:
François Smesny (Audiotext)
Julia Casper (Audiodeskription)

Videos in deutscher Gebärdensprache (DGS):
Stina De Vito

Übersetzer:
Marco Agnetta

Urheberrechtsvermerk

Das vorliegende Dokument und das gesamte darin enthaltene Material sind ausschließliches und vorbehaltenes Eigentum der Fondazione Arena di Verona
und/oder ihrer Bevollmächtigten und/oder, wo dies angegeben ist, Dritter.
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