Il Trovatore

Drama in 4 Akten
von Giuseppe Verdi
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Libretto von

Salvatore Cammarano

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Musik von

Giuseppe Verdi

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Dauer

2.45 Stunden ungefähr - Intervalle einsch.

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Arena di Verona

Von 6. bis 26. August, steht Il Trovatore auf dem Programm in der eindrucksvollen Szenengestaltung von Franco Zeffirelli.

Musikalische Leitung Daniel Oren

Regie und Bühnenbild Franco Zeffirelli

Kostüme Raimonda Gaetani

Choreographie El Camborio
und Lucia Real

Fechtmeister Renzo Musumeci Greco

Chordirektor Vito Lombardi

Ballett Koordinator Gaetano Petrosino

Technischer Direktor Giuseppe De Filippi Venezia


Orchester, Chor, Ballettkorps und Techniker der Arena di Verona

Erster Aufzug – Der Zweikampf

In der Vorhalle des Aliaferia-Palastes in Saragossa wartet eine Gruppe verschlafener Soldaten auf die Rückkehr des Grafen Luna. Der Graf bewacht die Gemächer von Leonora, Hofdame der Königin von Aragonien. In ihm ist die Eifersucht entfacht, weil er fürchtet, dass die junge Frau von einem geheimnisvollen Troubadour verführt wurde, der jede Nacht in den Gärten des Palastes seine Serenaden singt.

Um die Soldaten wach zu halten, erzählt ihr Kapitän Ferrando die schauervolle Geschichte, die das Schicksal der adligen Familie geprägt hat. Er erzählt von einer Zigeunerin, die vom Vater des Grafen Luna als Hexe verbrannt wurde und von ihrer Tochter Azucena, die als Rache einen der zwei Söhne des Adligen entführte und den Jungen auf dem Platz verbrannte, wo ihre Mutter den Tod gefunden hatte. Azucena wurde von allen verflucht, nun sie ist verschwunden und unauffindbar. Der junge Graf nimmt, nachdem sein Vater am Schmerz zugrunde ging, die Suche nach Azucena auf.

Mitternacht. Die abergläubischen Soldaten sind sicher, dass das Gespenst der lebendig verbrannten Zigeunerin immer noch die Räume des Palastes heimsucht.

Leonore wartet im Garten des Palastes auf den Troubadour. Sie öffnet der vertrauten Inez ihr Herz, erzählt vom Treffen mit dem Troubadour auf einem Reiterturnier und von der schmerzlichen Trennung infolge des spanischen Bürgerkriegs. Doch nun ist ihr Liebhaber wieder im Lande und jede Nacht bringt er ihr ein Ständchen. Ihre Liebe ist so groß, dass sie ihr Leben für ihn opfern könne.

Die Damen ziehen sich in ihre Gemächer zurück und der Graf Luna nähert sich, denn er will Leonora seine Liebe gestehen. Aus der Ferne erklingt die Stimme des Troubadours; der Graf hält erstarrt inne und die Spannung wird spürbar. Leonora eilt in den Garten hinaus und in der Dunkelheit fällt sie versehentlich in die Arme des Grafen. Das Missverständnis klärt sich auf als der Troubadour aus dem Dunkeln hervortritt und seinen Namen sagt: Manrico, Nebenbuhler und gefährlicher, politischer Gegner des Grafen. Die Männer fordern sich zum Zweikampf auf. Leonora fällt in Ohnmacht.

Zweiter Aufzug – Die Zigeunerin

In einem Zigeunerlager in den Bergen von Biscaya hämmern die Zigeuner auf den Ambossen um ein hochloderndes Feuer. Azucena starrt in die Flammen und singt ein düsteres Lied; die Erinnerung an den Feuertod der Mutter quält ihre Seele. Bei ihr sitzt Manrico, der im Duell mit dem Grafen Luna verletzt wurde. Azucena singt vom tragischen Tod der Mutter, von dem bereits Ferrando.erzählt hatte. Um ihre Mutter zu rächen hatte sie in einem Wutanfall den zweitgeborenen Sohn des Grafen aus der Wiege entrissen. Doch in ihrem wahnsinnigen Schmerz hatte sie das Kind mit ihrem Sohn verwechselt und diesen in die Flammen geworfen.

Verblüfft fragt Manrico, wessen Sohn er sei. Azucena kommt wieder zu sich und versucht, das unbeabsichtigte Geständnis rückgängig zu machen und bittet ihn, ihre unsinnigen Worte zu vergessen. Der junge Mann erzählt ihr, dass nach dem Sieg über den Grafen Luna eine geheimnisvolle Stimme und ein unbewusster Drang ihn davon abgehalten hatten, den Grafen zu töten. Die Zigeunerin nimmt ihm den Schwur ab, nicht mehr auf diese Stimme zu hören und Rächer ihrer Mutter zu werden.

Ein Bote kommt ins Lager und berichtet, dass Leonora aus Verzweiflung über den vermuteten Tod Manricos sich in ein Kloster zurückziehen will. Der junge Mann reißt sich von seiner Mutter los und eilt zum Kloster, um Leonores Gelübde zu verhindern.

Graf Luna ist bereits beim Kloster angelangt und hat sich mit seinen Wachen in der Nähe der Festung Castellor verborgen. Er will Leonora entführen, doch dies wird vom eindringenden Manrico und seinem Gefolge verhindert. Alle staunen, denn Manrico war als tot erklärt worden. Der Graf und seine Soldaten werden entwaffnet und der Troubadour flieht mit der Geliebten.

Dritter Aufzug – Der Sohn der Zigeunerin

Der Tag vor dem Kampf: Die Truppen des Grafen haben ihr Lager in der Nähe der Festung Castellor aufgeschlagen, die in die Hände der Rebellen gefallen ist, und wo Manrico mit Leonore Zuflucht gefunden hat. Die Soldaten nehmen eine Zigeunerin fest und verdächtigen sie, eine Spionin zu sein. Die Zigeunerin ist Azucena. Während des Verhörs erkennt Ferrando in ihr die Frau, die vor vielen Jahren den Bruder des Grafen entführt hatte. Unter Folter bekennt Azucena ihre Tat und verzweifelt ruft sie nach Manrico. Der Graf kann somit feststellen, dass er nicht nur die Verantwortliche des Todes seines Bruders gefangen hat sondern auch die Mutter seines Nebenbuhlers. Die Zigeunerin wird zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

In der Festung sind die Vorbereitungen für die Vermählung von Manrico und Leonora im Gange. Die junge Frau ist von dunklen Vorahnungen geplagt. Manrico versucht, sie zu beruhigen, doch er selbst fühlt sich niedergeschlagen. Beim Eintritt in die Kirche erfahren sie, dass Azucena gefangen und zum Feuertod verurteilt wurde. Manrico ruft seine Männer zusammen und eilt, die Mutter zu retten.

Vierter Aufzug – Die Hinrichtung

Manricos Versuch ist nicht geglückt und er wird nun mit Azucena im Aliaferia-Palast gefangen gehalten. Leonora konnte beim Überfall fliehen und nachts begibt sie sich zum Turm, dem Kerker des Troubadours. Sie will ihn retten und ist zu allem bereit, sich auch aufopfernd dem Grafen hinzugeben. Dieser hat Manrico bereits zum Tode durch Enthauptung und die Zigeunerin zum Feuertod veurteilt. Nachdem der Graf ihr verspricht, Manrico zu befreien, nimmt Leonora heimlich das Gift zu sich, das sie in einem Ring verborgen hatte.

In dem dunklen Kerker kommt Azucena nicht zur Ruhe. Die Erinnerung an ihre Mutter und an das Feuer ist schmerzhaft. Manrico tröstet sie und sie schlummert endlich mit dem Gedanken ein, eines Tages wieder frei und friedlich in den Bergen leben zu können. Plötzlich erscheint Leonora; sie bringt den Gefangenen einen Schimmer Hoffnung. Manrico sei freigesprochen, berichtet sie, doch sie könne ihm nicht in die Freiheit folgen. Er schöpft Verdacht und beschuldigt sie, für seine Freiheit ihre Liebe verraten zu haben. Nachdem er jedoch die Wirkung des Giftes bemerkt, erkennt er Leonoras Treue und wird von Gewissensbissen geplagt. Die Geliebte stirbt in seinen Armen. Der Graf hat die Szene verfolgt und begreift, dass er hintergangen worden ist; er befiehlt Manricos Hinrichtung und verpflichtet Azucena, dieser beizuwohnen. Die Zigeunerin enthüllt dem Grafen triumphierend das Geheimnis über Manricos Herkunft. Ihre Mutter ist endlich gerächt worden.

locandina trovatore 2016

Grafen Luna
Artur Rucinsky
(6/8)
Dalibor Jenis
(10, 13/8)
Simone Piazzola
(26/8)

Leonora
Hui He (6, 10, 13, 26/8)

Azucena Violeta Urmana

Manrico
Marco Berti (6, 10, 13/8)
Murat Karahan (26/8)

Ferrando Sergey Artamonov

Ines Elena Borin

Ruiz Antonello Ceron

Ein Zigeuner Victor Garcia Sierra

Ein Bote Cristiano Olivieri