La Traviata

Melodrama in 3 Akten
von Giuseppe Verdi
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KEINE WEITERE WIEDERHOLUNGEN
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Libretto von

Francesco Maria Piave

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Musik von

Giuseppe Verdi

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Dauer

3 Stunden ungefähr - Intervalle einsch.

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Arena di Verona

Ab 2. Juli folgen 8 Aufführungen des La Traviata von Giuseppe Verdi in der stilvollen Inszenierung von Hugo de Ana, mit der auch das Opernfestival von 2011 eröffnet wurde.

Musikalische Leitung
Jader Bignamini (2, 5, 8, 12/7)
Fabio Mastrangelo (15, 22, 26, 30/7)

Regie und Bühnenbild Hugo de Ana

Choreographien Leda Lojodice

Chordirektor Vito Lombardi

Ballett Koordinator Gaetano Petrosino

Technischer Direktor Giuseppe De Filippi Venezia

Orchester, Chor, Ballettkorps und Techniker der Arena di Verona

Erster Akt

Violetta Valéry ist Gastgeberin eines rauschenden Festes in ihrem Luxusapartment in Paris. Sie ist eine berühmte Kurtisane und steht unter dem Schutz des Barons Douphol: ihr Charme wird durch ihre Schönheit, ihr Feingefühl und ihre Zartheit noch größer. Im Taumel der Tänze und galanter Komplimente wird ihr ein Verehrer vorgestellt, Alfredo Germont. Der anfänglich ziemlich befangene junge Mann widmet ihr aber dann einen Trinkspruch und lädt sie zum Tanzen ein; während sich die Gäste zum Tanze begeben, zwingt ein Schwächenanfall Violetta zurückzubleiben. Sie leidet an Schwindsucht aber in ihrem Inneren brütet auch ein moralisches Unbehagen, das sie von der Oberflächlichkeit und Gehaltlosigkeit des Festes fern hält. Alfredo hat ihren Seelenzustand intuitv erkannt, er erwartet sich kein Abenteuer, sondern möchte, dass seine Gefühle für sie erwidert werden. Er gesteht ihr, sie bereits seit einem Jahr heimlich zu lieben. Violetta ist gerührt, weist ihn aber zuerst ab, dann schenkt sie ihm eine Blume mit der Aufforderung, sie am darauffolgenden Tag zu besuchen.

Allein geblieben denkt Violetta über ihre Gefühlserregungen nach, sie ist beunruhigt, eine wahre verantwortungsbewusste Liebe könnte ihr Leben ändern. Aber dann lehnt sie sich auf: der Gedanke an eine Änderung in ihrem Leben ist wahre Torheit. Sie kann nicht auf ihre vorurteilslose Unabhängigkeit verzichten. Und doch, die Angst um ihre Freiheit erscheint im Gegensatz zum liebevollen Eingeständnis Alfredos beinahe ein Versuch, sich aus einer Situation zu befreien, die sie zwingt, sich selbst zu belügen.

Zweiter Akt

Einige Monater später: Violetta und Alfredo leben zusammen in einem Landhaus in der Nähe von Paris. Ihre Beziehung scheint glücklich zu sein, aber einige Wolken zeichnen sich am Himmel ab. Alfredo erfährt von der Kammerzofe Annina, dass Violetta all ihre Vermögenswerte verkauft hat, um ihre neue Existenz zu finanzieren. In seinem Stolz verletzt macht er sich auf den Weg nach Paris, um Geld zu beschaffen.

Das Unheil naht mit einem unerwarteten Besuch von Giorgio Germont. Alfredos Vater behandelt Violetta auf unverschämte Art und Weise und beschuldigt sie, seinen Sohn zu ruinieren. Sie entgegnet ihm voller Würde und versichert, niemals Alfredo um Geld gebeten zu haben und zum Beweis zeigt sie ihm die Verkaufsurkunden ihrer Mittel. Daraufhin ändert er sein Verhalten ihr gegenüber und bittet Violetta, ihre Beziehung zu Alfredo abzubrechen, denn die Verlobung seiner Tochter laufe Gefahr infolge des Skandals über ihre Beziehung, die für die bürgerliche Moral unzulässig sei. Die Auseinandersetzung zwischen ihnen wird subtiler. Germont glaubt zu erkennen, dass Violetta von Schuldgefühlen geplagt ist und nutzt diese Schwäche aus. Er findet die richtigen Worte, um Violetta seinen Willen aufzuzwingen: da die Beziehung seines Sohnes mit ihr nicht durch den Ehebund besiegelt ist, malt er ihr eine ungewisse Zukunft im Alter aus. Violetta steckt den Vorwurf ein. Sie bereut es, vielleicht wird ihr Gott verzeihen, aber die Menschen nicht. Schliesslich entscheidet sie, ihr persönliches Glück für die Familie Alfredos zu opfern. Sie äussert nur eine Bitte: nach ihrem Tode möge Alfredo von ihrer Aufopferung erfahren. Germont, zu tiefst betroffen, verspricht es ihr.

Alfredo kehrt zurück während Violetta ihm ihren Abschiedsbrief schreibt. Er ist besorgt, denn er hat vom Besuch seines Vaterss erfahren. Sie ist zu tiefst erschüttert, weint und bevor sie das Haus verlässt, bricht sie in einen Liebesschrei aus. Kurz darauf liest Alfredo den Brief mit dem Violetta ihm mitteilt, dass sie zu ihrem Kurtisanenleben zurückkehrt; gepeinigt von Eifersucht und Groll, wird er von seinem Vater getröstet, der die Situation ausnutzt, um ihn zur Rückkehr in die Familie zu überzeugen. Alfredo will aber nichts davon wissen, er denkt an einen möglichen Rivalen und stürzt sich in die Suche nach Violetta um sich zu rächen.

Am selben Abend im Hause von Flora Bervoix findet ein Fest statt. Der Spektakel und Lärm des Maskenballs wachsen an im Gegensatz zur Einsamkeit und der Beklemmung der Protagonisten. Alfredo betritt das Haus während einige Gäste beim Kartenspiel sind. Auch Violetta trifft in Begleitung von Douphol ein. Alfredo fordert den Baron am Spieltisch heraus und gewinnt mehrere Partien, wobei er ihn mit unverschämten Anspielungen provoziert. Das Abendmahl wird angekündigt und alle verlassen den Raum.

Violetta kommt sofort zurück und gibt Alfredo mit einer Geste zu verstehen, dass sie ihn sprechen will. Er folgt ihr, aber der Dialog zwischen ihnen ist nicht mehr möglich, sie haben nichts mehr gemeinsam, sie verstehen sich nicht mehr. Sie befinden sich in einer Sackgasse und Violetta ist gezwungen, ihn anzulügen, um die Wahrheit nicht zu enthüllen: sie liebe Douphol. Alfredo ist ausser sich vor Wut und wirft ihr vor allen Geladenen das gewonnene Geld vor die Füsse. Alle wundern sich, dass er auf so brutale Weise alle guten Manieren vergisst; er wird von seinem Vater Giorgio Germont, der unter den Gästen weilt, zurechtgewiesen. Violettas Kräfte sind am Ende. Der reuige Alfredo wird von seinem Vater weggeführt, nachdem er von Douphol zum Duell herausgefordert wurde.

Dritter Akt

Die Szene zeigt das Schlafzimmer der kranken Violetta einen Monat später. Ihr Leben geht zu Ende wie Doktor Grenvil Annina bestätigt. Ihr bleibt kaum die Kraft für tägliche Gesten: ein Glas Wasser trinken, ihr letztes Geld an die Armen verschenken, ihre Briefe nochmals durchlesen. Wieder und wieder liest sie den Brief, mit dem Giorgio Germont ihr mitteilt, seinem Sohn die Wahrheit gesagt zu haben. Alfredo ist ins Ausland geflohen nachdem er den Baron im Duell verletzt hatte. Nun ist Alfredo auf dem Weg zurück nach Paris, um sie wiederzusehen und sie um Vergebung zu bitten. Aber es ist zu spät. Violetta sieht im Spiegel den Zerfall ihres Antlitzes. Während draussen der Karneval tobt und das Leben fortfährt als wäre nichts geschehen, nimmt Violetta Abschied von ihren Träumen von Glück.

Eine täuschende Hoffnung glimmert auf. Alfredo ist zurückgekehrt, die beiden Liebenden tauschen Liebesworte und Worte der Vergebung. Er verspricht ihr, sie aus Paris wegzuführen sowie ein glückliches Leben zu zweit, aber ihre Kräfte schwinden zusehends. Auch das Hinzukommen des alten Germont, der nun bereit ist, Violetta als Tochter aufzunehmen, kann nichts ändern wie auch die leidenschaftlichen Beteuerungen Alfredos. Das Opfer der jungen Frau wird mit einer letzten Liebesgeste besiegelt: sie schenkt Alfredo ein Bildnis von ihr, wo sie jung und schön war und bittet ihn, es aufzubewahren und später einmal seiner Braut zu schenken. Ein letztes mattes Lebenslicht flackert auf, dann fällt Violetta leblos auf die Kissen zurück.

traviata-locandina

Violetta Valéry
Nino Machaidze
(2, 5, 8, 12/7)

Ekaterina Bakanova (15, 22, 26, 30/7)

Flora Bervoix Clarissa Leonardi

Annina
Madina Karbeli (2, 5, 8, 12/7)
Teona Dvali (15, 22, 26, 30/7)

Alfredo Germont
Francesco Demuro
(2, 5, 8, 12, 26, 30/7)
Cristian Ricci
(15, 22/7)

Giorgio Germont
Gabriele Viviani (2, 5, 8/7)

Dalibor Jenis (12, 15, 22/7)
Artur Rucinski (26, 30/7)

Gastone di Letorières Paolo Antognetti

Baron Douphol Alessio Verna

Marchese d’Obigny Romano Dal Zovo

Doktor Grenvil Paolo Battaglia

Giuseppe Cristiano Olivieri

Bedienstete/Kommissionär Victor Garcia Sierra