Roméo et Juliette

Oper in 5 Akten
von Charles Gounod
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KEINE WEITERE WIEDERHOLUNGEN
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Libretto von

Jules Barbier e Michel Carré

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Musik von

Charles Gounod

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Dauer

3.15 Stunden ungefähr - Intervalle einsch.

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Arena Opera Festival

Diese Vorstellung fand in Opernsaison 2015 statt. Informationen über das Programm des kommenden Opernfestivals finden Sie unter folgendem Link

 

Ab 8. August kehrt für drei Abende das unentbehrliche Werk Roméo et Juliette von Charles Gounod in die Arena zurück in der interessanten, zum Teil mittelalterlichen und zum Teil rockartigen Inszenierung von Francesco Micheli; die Oper steht bereits zum fünften aufeinander folgenden Jahr auf dem Spielplan mit dem Bühnenbild von Edoardo Sanchi, den Kostümen von Silvia Aymonino, der Choreographie von Nikos Lagousakos, dem Licht von Paolo Mazzon. Musikalische Leitung von Daniel Oren

Musikalische Leitung Daniel Oren

Regie Francesco Micheli

Bühnenbild von Edoardo Sanchi

Kostümen von Silvia Aymonino

Licht von Paolo Mazzon

Choreographie von Nikos Lagousakos

Chordirektor Salvo Sgrò


Ballettdirektor Renato Zanella

Technischer Direktor Giuseppe De Filippi Venezia


Orchester, Chor, Ballettkorps und Techniker der Arena di Verona

ERSTER AKT

Der Chor erzählt vom Drama, das sich abspielen wird und das, wie so oft, mit einem Fest beginnt. Das Fest findet im Palast der Capulets in Verona statt; Tybalt und Pâris, Cousin und Verlobter Juliettes, Tochter des Hausherrn, sind unter den maskierten Gästen. Das Mädchen ist wunderschön; ihr Vater stellt sie den Gästen vor, die von ihrer Schönheit entzückt sind.

Auf das Fest kommt, von allen unerkannt, eine Gruppe junger Männer, darunter Roméo, Sohn der adligen Familie Montaigue, die mit den Capulets befeindet ist, und sein Freund Mercutio. Roméo ist von unguten Vorahnungen geplagt und möchte das Fest verlassen, doch Mercutio beschwichtigt scherzend seine Unruhe. Als Roméo Juliette sieht, verliebt er sich schlagartig in sie. Er weiß noch nicht, dass sie eine Capulet ist .

Die Amme Gertrude versucht, Juliette zu überzeugen, dass Pâris eine gute Partie sei, doch das Mädchen sagt, sie sei für eine Vermählung noch nicht bereit. Roméo hält Juliette an. Anfangs sind sie sehr befangen, doch bald öffnen sie ihre Herzen und finden zueinander. Die Verzauberung wird von Tybalt unterbrochen, der Roméos Stimme erkannt hat. Den jungen Verliebten wird plötzlich klar, dass sie zwei Familien angehören, die sich seit Jahrhunderten mit tiefem Hass bekämpfen. Bevor die Schlägerei beginnt, schleppt Mercutio Roméo ins Freie, während Juliettes Vater Tybalt beschwichtigt und die Gäste auffordert, weiter zu feiern.

ZWEITER AKT

Roméo dringt nachts mit Hilfe des Pagen Stéphano heimlich in Capulets Garten ein. Er steht unter Juliettes Fenster, erklärt ihr seine Leidenschaft und vergleicht ihre Schönheit mit der aufgehenden Sonne. Juliette erscheint auf dem Balkon und beteuert, seine Gefühle zu erwidern. Der leidenschaftliche Liebesdialog wird von einigen Dienern unterbrochen, die die Anwesenheit von Roméos Pagen vermuten und diesem einen Denkzettel geben wollen. Gertrude düpiert die Diener und ruft Juliette ins Haus zurück. Ihr Rufen bleibt unerhört: Die beiden Liebenden führen ihr Liebesduett fort und schwören sich ewige Treue. Sie möchten die Zeit zum Stillstand bringen, den Augenblick der Trennung fernhalten. Beim Abschied versprechen sie einander, sich am Tag darauf wiederzusehen.

DRITTER AKT

Frère Laurent empfängt Roméo und Juliette in seiner Zelle . Sie bitten ihn, sie zu verheiraten. Der Pater vermählt sie in Anwesenheit von Gertrude, denn er hofft, dass die Liebe des jungen Paares Frieden in ihre Familien bringen kann.

In der Nähe des Palasts der Capulets sucht indessen der Page Stéphano nach Roméo. Es ist er, der die unabwendbare Tragödie heraufbeschwört: mit dreister Unbewußtheit, wie sie nur junge Menschen besitzen, provoziert er die Diener der Capulets mit einem Spottlied, das von einer weißen Taube erzählt, die gefangen gehalten wird. Der Page Grégorio fordert ihn zum Duell auf. Mercutio eilt dem Pagen zu Hilfe und Tybalt steht drohend an Grégorios Seite.

Roméo tritt zu den Streitenden und die Spannung erhöht sich. Tybalt fordert die Rivalen heraus, Roméo läßt sich nicht provozieren und meint, dass er gute Gründe habe, die Herausforderung nicht anzunehmen. Seine Worte beschwichtigen die aufgewühlten Männer nicht, Tybalt nennt ihn Feigling, er kämpft mit Mercutio und tötet ihn. Dies entfacht Roméos Wut und er ersticht Tybalt. Durch den Lärm aufmerksam gemacht, eilen einige Bürger herbei und eine Fanfare kündigt den Eintritt des Fürsten von Verona an. Er spricht harte Worte zu den Streitenden und verbannt Roméo aus der Stadt.

VIERTER AKT

Roméo verbringt mit Juliette die Nacht vor dem Exil; sie verzeiht ihm die Tötung ihres Cousins. Die Liebe ist stärker als die Trauer, die Sorge und Angst vor der Trennung, die vom Gesang der Nachtigall angekündigt wird. Völlig hingerissen von ihrer Leidenschaft, vergisst das Paar die Wirklichkeit und stürzt somit die bestehende Ordnung um bis zur extremen Konsequenz.

Nach Roméos Abschied treten Capulet und Frère Laurent in Juliettes Gemach; der Vater bestätigt seine Gefühllosigkeit, indem er ihr verkündet, dass sie noch am selben Tag Pâris zu heiraten habe.

Sobald der Pater mit Juliette alleine bleibt, eröffnet er ihr seinen Plan, um diese Heirat zu verhindern. Ein Schlaftrunk wird sie in einen scheintoten Zustand versetzen, er wird Roméo rufen und am darauffolgenden Tag, nach ihrem Aufwachen, werden sie zusammen fliehen können.

Die Hochzeitszeremonie beginnt und alles scheint ruhig zu verlaufen, bis Juliette die Wirkung des Zaubertranks fühlt und unter allgemeinem Entsetzen zu Boden sinkt. Alle glauben an ihren Tod.

FÜNFTER AKT

Frère Laurent ist es nicht gelungen, Roméo von seinem Plan zur Vereitelung der Vermählung mit Pâris berichten; überzeugt von Juliettes Tod, eilt Roméo zur Gruft der Capulets, sieht seine wunderschöne Geliebte leblos im Grabe liegen und vergiftet sich aus Verzweiflung. Juliette erwacht aus ihrem Scheinschlaf und findet Roméo neben sich. Die Freude darüber hält leider nur kurz an, denn Roméo liegt im Sterben.

Juliette sieht keinen anderen Ausweg als sich zu töten und sie ersticht sich mit einem Dolch. Die zwei Liebenden sterben eng umschlungen und bitten Gott um Verzeihung für ihre Tat.

JULIETTE
Irina Lungu

STÉPHANO
Nino Surguladze

GERTRUDE
Alice Marini

ROMÉO
Giorgio Berrugi

TYBALT
Leonardo Cortellazzi

BENVOLIO
Francesco Pittari

MERCUTIO
Michael Bachtadze

PÂRIS
Nicolò Ceriani

GRÉGORIO
Marcello Rosiello

CAPULET
Enrico Marrucci

FRÈRE LAURENT
Giorgio Giuseppini

LE DUC DE VÉRONE
Deyan Vatchkov