Nabucco

Lyrisches Drama in 4 Akten
von Giuseppe Verdi
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Libretto von

Temistocle Solera

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Musik von

Giuseppe Verdi

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Dauer

3.30 Stunden ungefähr - Intervalle einsch.

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Arena di Verona

Und endlich wieder ein Sommer im Theater! Im Freien!

Wie Sie sicher wissen, hatten wir bereits im Frühjahr letzten Jahres mit dem  Kartenverkauf für das Festival 2021 begonnen und in diesen Monaten andauernder Unsicherheit pausenlos gearbeitet, um die Aufführungen in voller Sicherheit für unser Publikum und unsere Mitarbeiter zu gewährleisten.

Die Stiftung Arena bestärkt ihren Willen, mit der Planung fortzufahren und deshalb freuen wir uns, den Spielplan des 98. Opernfestivals 2021 mit unveränderten Daten, Titeln und Interpreten bestätigen zu können. Die Bühne wird in ihre ursprüngliche Position rückverlegt. Aber auch das diesjährige Festival wird zu einem einmaligen und nicht zu versäumenden Erlebnis werden. Um sich den neuen Vorbeugungs- und Sicherheitsmaβnahmen für die Belegschaft und die Artisten anzupassen, wurden völlig neue Inszenierungen für die 5 Opern auf dem Spielpan gestaltet; sie weisen  im Vergleich zur Tradition weniger architektonische Strukturen auf, aber sind technologischer mit dem Einsatz von groβartigen Videoprojektionen; aus den gebotenen Einschränkungen werden neue Gelegenheiten erarbeitet.

Die Unsicherheit was den Mindestabstand zwischen den Personen in den Sommermonaten betrifft, fordert uns zur Vorsicht bezüglich des Fassungsvermögens der Arena auf: deshalb haben wir entschlossen mit heutigem Tag den Verkauf der Eintrittskarten in einigen Sektoren für die gefragtesten Vorstellungen vorläufig  zu schliessen, um die Interessen all jener zu wahren, die bereits eine Eintrittskarte gekauft haben und das “first class” Vorkaufsrecht in Anspruch genommen haben.

Wir werden Sie auf jeden Fall sofort über etwaige diesbezügliche Entwicklungen informieren.

 

Musikalische Leitung Daniel Oren

Chordirektor Vito Lombardi
Leiter Bühneausstattung Michele Olcese

Fondazione Arena di Verona Neue Inszenierung
Orchester, Chor und Techniker der Arena di Verona

ERSTER TEIL – Jerusalem

Jerusalem ist vom babylonischen König Nabucco umzingelt. Der Hohepriester Zaccaria ermutigt das hebräische Volk, das in Salomons Tempel Zufucht gefunden hat und versichert ihm, dass der Friede ausgehandelt werden kann: die Tochter des Feindes, Fenena, ist gefangen genommen worden. Zaccaria vertraut sie Ismaele, dem Neffen des Königs von Jerusalem an.

Der Hohepriester weiss aber nicht, dass sich die beiden jungen Leute seit längerer Zeit lieben. Als Ismaele Botschafter in Babylonien war, wurde er gefangen genommen und Fenena hatte ihn gerettet. Nun versucht er seine Geliebte zu befreien, wird aber von einer Horde, als Hebräer verkleidete babylonische Krieger aufgehalten; diese sind von der zweiten Tochter Nabuccos, Abigaille, angeführt, deren Hang zu List und Befehl sehr stark ist. Auch sie liebt Ismaele, betrachtet aber die Liebe mehr als politische Angelegenheit denn als ein Gefühl und somit auch als austauschbar. Sie beschuldigt den jungen Mann des Verrats und hält ihm vor, ihm für seine Liebe die Herrschaft über Babylonien angeboten zu haben. Sie sei aber bereit, auf eine Rache zu verzichten, wenn Ismaele Fenena verlasse. Er lehnt es ab, habe keine Furcht vor dem Tod, bitte nur um Mitleid für sein Volk.

Draussen tobt das Unheil. Weitere Hebräer flüchten in den Tempel. Als Nabucco dort eindringt, greift Zaccaria zu einer Notlösung: er droht, Fenena zu töten, aber Ismaele versperrt ihm den Weg und vertraut die junge Frau ihrem Vater an. Nabucco ordnet die Zerstörung des Tempels an.

ZWEITER TEIL – Der Frevler

Am Königshof Babylons findet Abigaille ein Dokument, das ihre wahre Herkunft verrät: sie sei nicht die Tochter Nabuccos, sondern eine adoptierte Sklavin. Der Oberpriester des Baal berichtet ihr, dass Fenena, vom Vater als Thronfolgerin ernannt, die hebräischen Gefangenen befreit habe und dass deshalb das babylonische Volk in Aufruhr sei. Er teilt ihr ausserdem seinen listigen Plan mit: er hat das Gerücht verbreitet, Nabucco sei im Kampfe gefallen, so dass das Volk sie zur Königin kröne. Von rasender Machtgier befallen, ist Abigaille zu allem bereit, um den Thron zu besteigen.

Zaccaria, Gefangener der Assyrer, betritt einen anderen Saal am Königshof, gefolgt von einem Leviten, der die Gesetzestafeln trägt: der Priester betet. Die Leviten verfluchen Ismaele wegen seines Verrats. Aber Anna, Zaccarias Schwester, verteidigt ihn: da sich Fenena zum Gotte Israels bekehrt hat, habe der junge Mann eine Hebräerin gerettet. Nun spitzt sich die Situation zu: Abigaille tritt ein und fordert die Krone von Fenena; unter allgemeinem Staunen erscheint auch der totgeglaubte Nabucco, stellt sich zwischen die beiden Stiefschwestern und bemächtigt sich der Krone. Er befiehlt beiden Völkern, sich vor ihm zu verneigen und ihn als Oberhaupt und Gott zu verehren. Aber ein göttlicher Blitzstrahl trifft ihn und verwandelt ihn in einen dem Wahnsinn verfallenen alten Mann. Abigaille rafft die Krone an sich und krönt sich zur Königin von Babylonien.

DRITTER TEIL - Die Prophezeiung

In den Hängegärten des Königspalastes nimmt Abigaille die Huldigungen ihres Volkes und der Ehrenträger entgegen. Der Oberpriester fordert die Königin auf, alle Hebräer und auch die bekehrte Fenena hinrichten zu lassen .

Hinzu kommt Nabucco, dessen Wahnsinnszustand offensichtlich erscheint; Abigaille nutzt diese Gelegenheit, und fordert ihn unter Einschüchterungen und Drohungen auf, das Todesurteil für die Hebräer zu unterzeichnen. Zu spät wird ihm in einem Augenblick geistiger Klarheit bewusst, dass sich auch Fenena zur jüdischen Religion bekehrt hatte. Abigaille trumpft böswillig auf, aber Nabucco, der inzwischen sein Gedächtnis zurückerlangt hat, befiehlt ihr, sich vor ihm niederzuwerfen, da sie Tochter einer Sklavin sei. Abigaille hat ihr Ziel erreicht: mit triumphierender Geste reisst sie das Dokument, das ihre wahre Herkunft bezeugt, an sich und zerreisst es in Stücke. Dann lässt sie Nabucco festnehmen, der sie anfleht, Fenena den Tod zu ersparen; mit seiner Vaterliebe gewinnt er somit wenigstens zum Teil seine Seelengrösse zurück, die er durch seine Gleichstellung mit Gott verloren hatte. Abigaille blickt schadenfroh und hämisch auf ihren gedemütigten und besiegten Adoptivvater.

Am Ufer des Euphrats beklagen die geketteten und zur Zwangsarbeit verurteilten Hebräer ihr Schicksal und denken mit Sehnsucht an das verlorene Vaterland. Zaccaria spricht seinem Volke Trost zu, er ermahnt, den Glauben nicht aufzugeben und prophezeit ihre Freilassung und den Untergang Babylons.

VIERTER TEIL – Das zerstörte Götzenbild

Nabucco erwacht aus seinem Alptraum. Von draussen erklingen Wehrufe und Klagen: die Menge weint um Fenena, die zur Henkerstätte geführt wird. Als Gefangener ist Nabucco machtlos. Er kniet sich hin, bittet den Gott der Hebräer um Vergebung für seine Überheblichkeit und verspricht, sich zu bekehren. Dank der göttlichen Gnade verlässt ihn der Wahnsinn. Er gewinnt seine geistige Klarheit zurück und findet die Kraft zur Auflehnung, fordert ein Schwert und befiehlt den ihm treu gebliebenen Kriegern, ihm zu folgen, um Assyrien zu rehabilitieren und Fenena zu befreien.

Aus den Hängegärten erklingt ein Trauermarsch, der die zum Tode verurteilten Hebräer begleitet. Zaccaria tröstet Fenena. Als Nabucco auf die Bühne tritt, stürzt das Götzenbild des Baal von allein in sich zusammen und die Gefangenen werden befreit. Nabucco bittet sie, in seinem Namen einen neuen Tempel auf den Ruinen des Tempels zu bauen, den er in Jerusalem vernichtet hatte. Abigaille wird sich bewusst, dass ihr Plan vereitelt ist, nimmt Gift zu sich und bittet nun sterbend Fenena und Jehova um Vergebung. Zaccaria gibt dem zum neuen Glauben bekehrten König seinen Segen.

Nabucco
Amartuvshin Enkhbat (3, 24/7 – 20, 26/8 – 1/9)

Sebastian Catana (17/7)
Luca Salsi (6/8)
George Petean (13/8)

Ismaele
Samuele Simoncini (3, 17, 24/7 – 6/8)

Riccardo Rados (13, 20, 26/8 – 1/9)

Zaccaria
Rafał Siwek (3, 17/7 – 13, 20, 26/8 – 1/9)

Vitalij Kowaljow (24/7)
Michele Pertusi (6/8)

Abigaille
Anna Pirozzi (3, 17, 24/7 – 6/8 – 1/9)

Saioa Hernández (13, 20/8)
Maida Hundeling (26/8)

Fenena
Teresa Iervolino (3, 17, 24/7)

Annalisa Stroppa (6, 26/8 – 1/9)
Géraldine Chauvet (13, 20/8)

Oberpriester des Baal
Romano Dal Zovo (3, 17, 24/7 – 6/8)

Nicolò Ceriani (13, 20, 26/8 – 1/9)

Abdallo
Carlo Bosi (3, 24/7 – 6, 13/8)
Antonello Ceron (17/07 - 20, 26/8 – 1/9)

Anna
Elisabetta Zizzo (3, 17, 24/7 – 6/8)

Elena Borin (13, 20, 26/8 – 1/9)